Kampagne

Stoppt Hass-Propaganda! Erst prüfen, dann teilen.

Die Kampagne „Stoppt Hass-Propaganda! Erst prüfen, dann teilen.“ richtet sich gegen die Verbreitung von Hass-Propaganda in den sozialen Netzwerken.

DEDR_SymbolZunehmend werden die sozialen Netzwerke im Internet zur Verbreitung politisch und extremistisch motivierter Hass-Propaganda missbraucht. Dabei werden Bilder und Videos eingesetzt, die schockierende Gewaltdarstellungen oder manipulative Bild- und Musikmontagen enthalten. Oder es werden Fotos, Filme und Texte in falschen Zusammenhängen genutzt.

Unter dem Slogan „Stoppt Hass-Propaganda! Erst prüfen, dann teilen.“ 
wollen wir die Nutzer von Facebook & Co. auffordern, sich nicht zum Handlanger viraler Hetze im Netz machen 
zu lassen. Kernstück zur Identifikation mit der Aktion ist das Lied „Die Erben der Rose“ (SanVentura) und das Logo, das über die sozialen Netzwerke verbreitet werden soll. Weitere Tools bieten Hilfestellungen, einen offenen, wachen Blick gegen Hass-Propaganda zu entwickeln und die Kampagne weiter zu tragen.

Der Verein „Neues Potsdamer Toleranzedikt“ setzt als verantwortlicher Träger mit der Durchführung der Kampagne ein Zeichen für mehr Wachsamkeit in den sozialen Netzwerken und wirbt mit einem klaren Appell für die Verbreitung der Aktion. Die Botschaft des Vereins, der für ein tolerantes, aber nicht gleichgültiges Miteinander wirbt, lautet: Statt Verboten und Zensur – kompetenter Umgang mit manipulativen Inhalten in den sozialen Netzwerken.

Dieser demokratischen Haltung entspringt auch das Konzept des Komponisten und Musikers Clemens Maria Haas (Frontmann der Gruppe SanVentura)DEDR_Claim und der Regisseurin und Multimedia-Produzentin Claudia Mielke. Sie setzen die Kampagne mit Tools zur Erkennung von Hass-Propaganda, dem Kampagnendesign, einem Musikvideo und dem Lied „Die Erben der Rose“ inhaltlich um. Das Lied bezieht sich auf die Widerstandsgruppe rund um die Geschwister Scholl, die gegen Propaganda und Mitläufertum im Dritten Reich eintraten und dafür hingerichtet wurden.

Die Kampagne wurde von Oktober bis Dezember 2014 gefördert im Rahmen des Bundesprogramms TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN.


Das Video zur Kampagne

Kampagnenvideo DIE ERBEN DER ROSE. Stoppt Hass Propaganda. Erst prüfen dann teilen. HD YouTube
Das Video mit dem musikalischen Thema „Die weiße Rose“ und einem neuen Text von SanVentura verbindet „Die weiße Rose“ von damals mit uns heute als „Die Erben der Rose“ im Widerstand gegen jede Art von Hass-Propaganda. Ein Lied über die Rose, die klar und rein jedem Stacheldraht und jedem Versuch der Freiheitsberaubung im Denken und Fühlen widersteht.

 


 

Was ist Hass-Propaganda?

Propaganda ist der Versuch, durch manipulative Methoden die Öffentlichkeit zu beeinflussen. Hass-Propaganda ist eine Verstärkung, sie zielt darauf ab, gegen Menschen anderer Kultur, Religion, Herkunft, sexueller Orientierung, gegen andere Länder oder gegen eine andere Volksgruppe Gefühle der Wut, des Zorns und des Hasses zu erzeugen.

Hass-Propaganda zu erkennen ist nicht immer einfach. Was für den einen Propaganda, ist für den anderen die „wahre“ Sichtweise. Aber doch gibt es bestimmte Unterscheidungsmerkmale zwischen handwerklich journalistischer Darstellung und Propaganda. Demagogen und Hetzern stehen eine große Bandbreite an Stilen und Techniken zur Verfügung.

Welche Ziele hat Hass-Propaganda?

  1. Aufmerksamkeit gewinnen,
  2. Interesse wecken,
  3. Begehren erzeugen
  4. zum Handeln verleiten.

Wie versucht Hass-Propaganda zu beeinflussen?

  1. übertreiben, dramatisieren
  2. starke Gefühle hervorrufen (Furcht, Wut, Abscheu oder Sympathie, Mitgefühl, Mitleid erzeugen).
  3. anführen falscher oder unbelegter (gar unbelegbarer) Behauptungen
  4. einseitig argumentieren
  5. vereinfachen (etwa in Form von Schwarz-Weiß-, also Gut-Böse- oder Täter-Opfer-Zeichnung eines Konflikts)
  6. mit Vorurteilen arbeiten
  7. Widersprüche der eigenen Position verschweigen oder verharmlosen
  8. sich selbst als im Alleinbesitz der Wahrheit, dem Wissen um die Lösung des Problems und als unbestechlicher Vorstreiter für die „gerechte“ Sache präsentieren
  9. andere Quellen (Medienberichte, wissenschaftliche Studien) oder Gewährspersonen (z.B. Politiker) zur Bestätigung der eigenen Sicht heranziehen, dabei aber Inhalte und Äußerungen aus dem Zusammenhang reißen, falsch oder missverständlich auslegen
  10. Verunglimpfen von Gegnern und Andersdenkenden

Ausführliche Informationen zu Hass-Propaganda finden Sie hier.