Checkliste

Propaganda ist der Versuch, durch manipulative Methoden die Öffentlichkeit zu beeinflussen. Hass-Propaganda ist eine Verstärkung, sie zielt darauf ab, gegen Menschen anderer Kultur, Religion, Herkunft, sexueller Orientierung, gegen andere Länder oder gegen eine andere Volksgruppe Gefühle der Wut, des Zorns und des Hasses zu erzeugen. Hass-Propaganda zu erkennen ist nicht immer einfach. Diese Checkliste soll dabei helfen.

Diese Checkliste soll Anhaltspunkte zur Identifizierung von Hass-Propaganda liefern. Wenn einer oder mehrere Punkte zutreffen, dann handelt es sich wahrscheinlich um Propaganda, vielleicht sogar Hass-Propaganda.

Diese Merkmale sind ein Indiz für Hass-Propaganda:

  1. Gegner, Andersdenkende oder Andersgläubige werden verunglimpft.
  2. Man sieht sich im Alleinbesitz der Wahrheit.
  3. Mit dramaturgischen Mitteln werden starke Gefühle wie Wut, Zorn oder Mitleid erzeugt.
  4. Die Argumentation ist absolut einseitig, Gegenmeinungen werden verschwiegen, lächerlich gemacht, verzerrt oder falsch wiedergegeben.
  5. Es werden besonders drastische Blut- und Gewaltszenen eingesetzt.
  6. Rassische, religiöse, nationale oder sexuelle Vorurteile werden entsprechend bedient.
  7. Die Gemeinschaft rangiert immer vor dem einzelnen Individuum.
  8. Die Hersteller der Botschaften stellen sich als Teil einer aufrechten und verschworenen Gemeinschaft dar.
  9. Ereignisse oder Entwicklungen werden dramatisiert.
  10. Die Darstellungen sind oftmals besonders pathetisch und von tragischer Schicksalhaftigkeit gekennzeichnet.

Diese Checkliste gibt es auch als pdf-Datei zum Download.

Was wir unter Hass-Propaganda in den sozialen Netzwerken verstehen, erklären wir hier.

Einige Beispiele, wie Hass-Propaganda funktioniert und eingesetzt wird, haben wir hier abgelegt.